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BoothDock · Wiki

Freistellen – Greenscreen und KI

BoothDock kann den Hintergrund auf zwei Wegen austauschen: klassisch über ein grünes Tuch (Chroma-Key) oder per KI ganz ohne Tuch. Was die Vorlage festlegt, ist nur ob freigestellt wird und vor welchem Hintergrund. Wie gut das Ergebnis wird, hängt an der Box – deshalb wird es im Admin-Bereich unter Kamera abgestimmt, nicht im Design.

Welcher Weg passt

Grünes Tuch (Chroma)KI-Freistellung
Gast sieht sich vorab im Hintergrundja, im Sucherja, bei Fotos
AufbauTuch + gleichmäßiges Lichtnichts
HardwareegalGrafikkarte empfohlen
Hut, Brille, Requisitenoft schwierigmeist problemlos

Kurz: Wer Platz und Licht hat, fährt mit dem Tuch ruhiger. Wo in fünf Minuten aufgebaut werden muss, gewinnt die KI.

Die KI stellt nur Fotos frei; GIF, Boomerang und Video bleiben, wie sie sind. Das grüne Tuch tauscht den Hintergrund auch in GIF und Boomerang, im Video nicht.

Abstimmen am Testfoto

Unter Kamera → Freistellung (Abschnitt Freistellung abstimmen) machst du ein Testfoto und siehst jede Änderung sofort daran – nicht erst am ersten Gast.

  • Pipette: Klick ins Grün des Testfotos übernimmt die Key-Farbe. Gemessen wird ein 5×5-Mittelwert, damit Kamerarauschen keine zufällige Nachbarfarbe liefert.
  • Toleranz bestimmt, wie weit eine Farbe vom Key abweichen darf und trotzdem entfernt wird.
  • Kantenweichheit ist die Breite des Übergangs. Zu hart wirkt ausgeschnitten, zu weich franst aus.
  • Spill dämpfen mit Spill-Stärke (%) nimmt den grünen Schimmer, den das Tuch auf Haare und Schultern wirft; Spill im ganzen Motiv wirkt auch auf Schultern und Haaren statt nur an der Kante. Das ist der Regler mit dem größten sichtbaren Effekt – im KI-Weg heißt er Spill auch bei KI dämpfen.
  • Matte anzeigen zeigt statt des Bildes die reine Maske. Fehler sieht man dort früher als im fertigen Foto.

Modell wählen

Bei der KI-Freistellung steht neben jedem Modell, wie lange es auf dieser Box je Foto gebraucht hat – gemessen auf dem Gerät selbst, nicht aus einer Doku übernommen. Zum Vergleich zwei gemessene Werte an einem 30-Megapixel-Foto:

  • Schnell, gute Qualität (eingebaut, immer vorhanden): rund 0,2 s mit Grafikkarte, 0,85 s ohne.
  • Menschen & Haare (langsam) (wird nachgeladen, ca. 490 MB): 2,5–3 s mit Grafikkarte, rund 23 s ohne.

Das große Modell holt sich die Box beim Start selbst, sobald eine Vorlage KI-Freistellung nutzt, und schaltet es danach ein. Wählst du selbst ein Modell, bleibt diese Wahl bestehen – für schwache Rechner ist das eingebaute die richtige.

Wenn die Zeit fehlt: Das Modell hat auf dieser Box noch nie gerechnet. Einmal KI abstimmen öffnen und ein Testfoto rechnen lassen, dann steht die Zahl da.

Am iPad, iPhone und Mac rechnet Apple Vision direkt auf dem Gerät. Dort gibt es genau ein Modell – nichts zu wählen, nichts nachzuladen, keine Grafikkarte nötig.

Auflösung: mehr ist nicht besser

Modell-Auflösung (am iPad, iPhone und Mac: Matte-Auflösung) steht auf 1024 und sollte dort bleiben. Ein Freistellungsmodell ist auf eine bestimmte Bildgröße trainiert; darüber sieht es nur noch Ausschnitte und erkennt den Menschen nicht mehr als Ganzes – die Maske zerfällt. Zu klein ist aber auch falsch: bei 512 verlor das eingebaute Modell an einem 30-Megapixel-Foto eine ganze Schulter. Modelle mit fester Eingabegröße blenden die Einstellung aus, weil sie dort ohne Wirkung wäre.

Kante am Bild einrasten ist seit Version 1.2.0 ab Werk an: Die Box zieht die Kante der KI-Maske am Originalfoto nach – an der Farbe und nur dort, wo die Maske unsicher ist.

Reihenfolge: erst freistellen, dann Filter

Beauty und Look werden nach der Freistellung auf das fertige Bild gelegt. Das ist kein Zufall: Der Despill rechnet mit echtem Grün, und die Kantenverfeinerung braucht das Farbbild, um die Haarkante zu finden. Ein Schwarzweiß-Filter vorher nimmt ihr genau das. Der Look liegt dadurch über Motiv und Hintergrund, was ohnehin stimmiger aussieht.

Wenn das Ergebnis nicht stimmt

  • Grüner Saum an den Haaren: Spill-Stärke (%) erhöhen, notfalls Kanten-Choke (px) um 1–2 px.
  • Löcher im Motiv: Toleranz zu hoch, oder das Tuch ist ungleichmäßig ausgeleuchtet. Licht prüfen, bevor du Regler drehst.
  • Ausgeschnitten wirkende Kante: Kantenweichheit erhöhen.
  • KI verliert Körperteile: Auflösung auf 1024 prüfen; bei dunkler Kleidung vor dunklem Hintergrund hilft mehr Licht auf dem Motiv mehr als jede Einstellung.